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CODE AGENCY

Eine Projekt-Blaupause, die den Entwicklungsprozess mit KI-Agenten nicht beschreibt, sondern technisch erzwingt.

18Agenten-Archetypen
5Phasen von Idee bis Betrieb
6Verdrahtete Hook-Ereignisse
0Externe Abhängigkeiten

Konzept, Prozess-Design, Umsetzung der Enforcement-Hooks, Pflege

Eigenentwicklung – Konzept, Umsetzung und Betrieb in Eigenregie.

// HINWEIS: Privates Repo. Beschrieben sind Aufbau und Wirkprinzip der Blaupause – kein Quellcode und keine Inhalte der damit gebauten Projekte.

Das Problem

Mit KI-Agenten an einem größeren Projekt zu arbeiten scheitert selten am Code, sondern am Gedächtnis. Regeln, die nur als Text im Prompt stehen, gelten so lange, wie das Modell sie präsent hat – nach einer Kontext-Kompaktierung oder in der nächsten Sitzung sind sie weg. Die Folgen sind immer dieselben: Dieselbe Grundsatzfrage wird zweimal unterschiedlich entschieden, zwei parallel arbeitende Agenten erfinden zwei Namen für dieselbe Sache, ein Fehler, der bereits analysiert war, kommt zurück, und committet wird ein Stand, den nie jemand verifiziert hat. Ein Prozess, der nur dokumentiert ist, ist kein Prozess.

Der Ansatz

Die Code Agency ist ein Repo, das man in ein neues Projektverzeichnis kopiert. Es bringt den Ablauf von der Idee bis zum Betrieb mit – Gründungs-Interview, Konzept-Vault, Ableitung der projektspezifischen Agentur, Bau in Wellen, Launch-Readiness –, aber der eigentliche Punkt ist die Verdrahtung: Abhängigkeitsfreie Node-Hooks hängen an sechs Ereignissen von Claude Code und setzen die Regeln durch, statt an sie zu erinnern. Der Projektzustand steht in einer Datei; jede Fortschaltung wird gegen die Realität geprüft – vorhandene Dokumente, Einträge im Entscheidungslog, Git-Stand –, nicht gegen den Bericht eines Agenten. Der Hauptagent arbeitet als Projektmanager: plant, delegiert, reviewt und verifiziert selbst, codet aber nicht. Die Fach-Agenten liefert die Blaupause bewusst nicht mit; sie werden aus 18 Archetypen auf das konkrete Produkt zugeschnitten.

Was dabei herauskam

Der Unterschied lässt sich an einer schlichten Beobachtung festmachen: Regeln, die nur als Prosa existieren, werden übersprungen – Regeln mit einem Hook dahinter nicht. Die Blaupause ist aus einem realen Fullstack-Projekt destilliert und für das nächste wiederverwendbar; sie wendet ihre eigene Kernregel „dokumentiert ist nicht verdrahtet" auch auf sich selbst an. Was ich daraus mitnehme, steckt weniger im Code als im Prinzip: Ein Prozess ist erst dann einer, wenn sein Bruch auffällt.

Was drin steckt

01

Phasen-Automat statt Prosa-Prozess

Der Projektzustand steht in einer Datei, nicht im Gedächtnis des Modells. Fortgeschaltet wird nur über ein Kommando, das die Vorbedingungen gegen die Realität prüft: Existieren die Pflichtdokumente? Steht der Konzept-Freeze im Entscheidungslog? Sind alle Epics abgehakt, das Arbeitsverzeichnis sauber und alles gepusht? Fehlt etwas, blockiert die Transition.

02

Session-Start wird injiziert, nicht erinnert

Zu Beginn jeder Sitzung – und nach jeder Kontext-Kompaktierung – schiebt ein Hook den Stand in den Kontext: Phase, zuständiges Kapitel, die letzten Entscheidungen, die letzten Learnings und die offenen Pflichten aus der Vorsitzung. Vergessen ist damit technisch nicht mehr möglich.

03

Commit-Gates im Guard

Vor jedem Commit prüft ein Hook zwei Dinge: Gab es seit der letzten Code-Änderung einen frischen, grünen Typecheck- oder Testlauf? Ist die Abnahme der letzten Parallel-Welle erledigt? Sonst wird der Commit abgelehnt. Force-Push ist grundsätzlich gesperrt – die Historie ist Prüfspur.

04

Lern-Loop, der sich nicht überspringen lässt

Meldet ein Agent eine Erkenntnis, merkt sich ein Hook das. Der Stop-Hook lässt die Sitzung nicht enden, solange sie nicht eingetragen ist, und ein Validator prüft, dass jede Learning-Nummer in die Definition des Verursachers zurückgeschrieben wurde – und in die des Reviewers, der den Fehler hätte fangen sollen.

05

Tabu-Zonen für Sub-Agenten

Entscheidungslog, Learnings und die Prozess-Konfiguration schreibt ausschließlich der Projektmanager. Sub-Agenten bekommen dort eine Absage und müssen ihren Wunsch als Befund melden. Für eigene Änderungen setzt der PM eine Freigabe, die nach zehn Minuten von selbst verfällt.

06

Agentur wird abgeleitet, nicht mitgeliefert

18 Archetypen liegen als Rohmaterial bereit – vom Backend-Spezialisten über den Security-Reviewer bis zum Recherche-Agenten. Aus dem Konzept entsteht daraus ein Roster mit konkretem Datei-Revier und expliziten Grenzen je Agent. Ein 1:1 kopierter Archetyp gilt als Befund, nicht als Zeitgewinn.

07

Auto-Modus mit harten Stopps

Auf ausdrückliche Ansage baut das System mehrere Epics ohne Zwischenstopp durch; der Stop-Hook treibt die Arbeit weiter, statt die Sitzung enden zu lassen. Angehalten wird trotzdem – bei allem, was Geld kostet, rechtlich bindet oder nach außen wirkt, und bei kritischen Prüfbefunden.

08

Fail-open als Bauprinzip

Die Hooks kommen ohne eine einzige Abhängigkeit aus, nur mit Node-Bordmitteln. Ein Fehler in der Hook-Schicht darf den Nutzer nie blockieren: Sie fällt still durch. Und wo kein Node installiert ist, läuft alles weiter – dann eben als reine Prosa-Regel.

Eingesetzter Stack

Node.jsJavaScript (ESM)Nur Node-Bordmittel
Claude Code HooksSub-AgentenSkills
MarkdownObsidian-kompatibler VaultWikilinks
Git (trunk-based)Windows, macOS, Linux

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